Bedarf einer Lungenheilanstalt für Hannover

Anfang des 20. Jahrhunderts erkrankten immer mehr Menschen an Lungentuberkulose, daher wurde am 14. Februar 1906 der Bau einer Heilanstalt beschlossen. Der „Verein für bedürftige Lungenkranke plante die Anstalt auf einem ca. 28 Hektar großen Waldkomplex zwischen Stöcken und Berenbostel. 

Nach einjähriger Bauzeit der im sogenannten Pavillonstil errichteten Anstalt, wurde das Heidehaus am 2. Juni 1907 feierlich eröffnet. Begonnen wurde mit 102 Betten, doch die Zahl der Betten stieg bis zum Ersten Weltkrieg auf über 200 Betten. In dieser Zeit waren vier Ärzte, zehn Schwestern und 50 übrige Bedienstete beschäftigt. Während und nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Heilanstalt erst vergrößert und nachher von der Stadt Hannover wegen der Kriegsspuren an der Bausubstanz renoviert. 

Ausbau und Umzug

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bautätigkeit fortgesetzt. So entstanden in den fünfziger Jahren ein Verwaltungstrakt, ein Schwesternwohnheim und die Kapazität wurde um 50 Plätze erhöht. 1961 verkaufte der Allgemeine Hannoversche Klosterfonds das gesamte rund 28 Hektar große Grundstück an die Stadt Hannover, die damit Eigentümerin des Areals wurde.

Während bis 1962 in der inzwischen umbenannten Lungenklinik Heidehaus ausschließlich Tuberkulosekranke behandelt wurden, fand ab 1963 eine allmähliche Umstrukturierung zur Spezialklinik für alle Lungen- und Bronchialerkrankungen statt. 1980 wurde die Lungenklinik in Krankenhaus Heidehaus umbenannt.  Das Krankenhaus Heidehaus, einer der größten Spezialkliniken für Atemwegs- und Lungenerkrankungen in Deutschland, zog im Mai 2005 ins Klinikum Region Hannover-Oststadt um. Seitdem standen die Gebäude und das umliegende Gelände leer.

Ein Neustart mit der Hahne Holding

Seit April 2008 befindet sich das Gelände im Besitz der Topas GmbH, die zur Hahne Holding gehört. Die Unternehmensgruppe hat die historische Anlage mit teilweise denkmalgeschützten Gebäuden in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zu einem exklusiven Altenheim umgebaut.

Seit Frühling 2009 sanierte das Unternehmen den Gebäudekomplex. Heute genießen in der Seniorenresidenz „Heidehaus“, unter der Leitung von Familie Hahne, 160 Senioren ihr neues Zuhause. Viel Wert wurde hierbei auf den Erhalt des historischen Ambientes gelegt. In den Häusern sind heute eine Radiologie, Kindergärten, eine Tierresidenz, Wohnungen und verschiedene Büros untergebracht.

Eröffnung des Altenheims

Als am 01.02.2010 die Seniorenresidenz Heidehaus ihre Pforten öffnete, stand erst einmal die dritte Etage für die Bewohner bereit. Nach und nach wurden die anderen Etagen fertiggestellt und alle wurden schnell belegt. Auch ein Kurzzeitpflegebereich entstand und dem Park wurde mit viel Mühe neuer Glanz verliehen. Die verschiedenen Etagen wurden mit viel Geschmack und liebevollen Details von der Seniorchefin Marga Hahne eingerichtet. Aber auch in den weiteren Jahren gab es immer wieder Veränderungen, so wie zuletzt der Umbau der Ergotherapiegruppenräume in neue Zimmer, der neu entstandene Festsaal und der Snoezelraum. Die Seniorenresidenz „Heidehaus“ ist stets bemüht, den Bewohnerinnen und Bewohnern das bestmöglichste Zuhause zu bieten.